Wenn Wauwi krank ist

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Wenn Wauwi krank ist

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WERBUNG, da Markennennung | Es ist Winter. Draußen ist es kalt, nass und windig und gefühlt jeder zweite im Familien- und Freundeskreis leidet an einer Grippe oder zumindest an einem schlimmen Schnupfen. Wir wissen, was zutun ist, um die Symptome in den Griff zu bekommen oder gehen ansonsten zum Arzt. Doch was soll der Wauwi machen, wenn er sich krank fühlt?
Zum Arzt gehen und davon erzählen, wie schwach er sich fühlt, wie doll der Bauch schmerzt oder die Nase läuft, das kann ein Hund natürlich alles nicht. Umso wichtiger finde ich es daher gerade jetzt in der kalten und feuchten Jahreszeit unsere Hunde genau zu beobachten. Denn nur wir können helfen, falls ihnen etwas fehlt. Und was ist schlimmer, als wenn der eigene Wauwi krank ist?

Wenn Wauwi krank ist

Diese Erfahrung mussten wir diese Woche machen. Klar war Nala schon mal krank, hatte ein herausgerissenes Krallenhorn oder eine Magenschleimhautentzündung. Auch als sie kastriert wurde, waren wir mit einem „kranken“ oder besser gesagt „außer gefecht gesetzten“ Hund konfrontiert. So schlecht wie gestern ging es ihr bis jetzt aber noch nie.
Was Nala angeht bin ich immer voll die Übermutti 😉 . Mir fällt es sofort auf, wenn irgendetwas anders ist und meistens muss ich mir von irgendjemandem anhören, dass ich nur wieder überreagiere und alles gar nicht so schlimm ist. Dass alles nicht so schlimm ist, mag ja sein. Dass aber etwas anders ist, da kann mir keiner reinreden – das weiß ich einfach 😉 ! Ich kenne meinen Hund mittlerweile ziemlich gut und merke, wenn ihr etwas fehlt. Vielleicht ist das einfach so ein mütterlicher Instinkt, den Frauen eben haben. Genau wie dieser Instinkt, der einen nachts bei jedem kleinsten Geräusch aufschrecken lässt, während der Mann seelenruhig neben einem liegt und tief und fest weiter schläft 😀 . Auf jeden Fall ist mir schon ein paar Tage zuvor aufgefallen, dass Nala etwas ruhiger war als sonst und sie schien auch Bauchschmerzen zu haben (der Magen hat öfters gegrummelt und sie hat auch öfters ein paar Pupsis gemacht – das macht sie sonst eher selten). Genauer kann ich es eigentlich auch nicht beschreiben. Der Gesamteindruck war einfach anders als sonst.
Wenn Wauwi krank ist
Und Montag Abend fing es dann mit dem Husten an. Wir dachten erst, sie hätte sich verschluckt oder noch einen Grashalm oder Krümel in der Röhre stecken oder so. Das kennt man ja, wenn die Hunde dann etwas länger vor sich hin husten. Je später es wurde, desto schlimmer wurde der Husten aber. Nachts um halb drei wurde es dann richtig schlimm. Im Minutentakt hat Nala sich die Seele aus dem Leib gehustet und gebrochen. Überall in der Wohnung lagen kleine Häufchen aus weißem Schleim und Nala selbst war einfach nur vollkommen erschöpft.
Wir sind dann morgens direkt mit ihr zum Tierarzt gefahren, der uns das bestätigt hat, was wir schon vermutet hatten: eine Racheninfektion mit Husten und Erbrechen und leicht vergrößerten Lymphknoten. Also eine Grippe, und auch noch eine ansteckende. Die Ärztin hat ihr dann ein Antibiotikum verabreicht und uns Hustensaft mitgegeben. Glücklicherweise ist die Pupi trotz der Grippe immer noch genauso verfressen wie sonst auch – ein sehr gutes Zeichen! – sodass sie auch den Hustensaft im Futter ohne zu zucken mit verschlingt. Obwohl ich glaube, dass sie den auch so nehmen würde. Der riecht nämlich so wie bei uns Menschen auch. Sehr süßlich und ist etwas dickflüssig.
Das Futter hat sie aber leider nicht bei sich behalten können. Einige Zeit nach der Fütterung torkelte Nala langsam auf unseren neuen Teppich zu, der nebenbei erwähnt einen sehr hellen Grauton hat, und hat das Futter samt Gallenflüssigkeit, also eine Flüssigkeit in einem richtig aggressiven saftigen Gelb, schön auf dem Teppich erbrochen 😉 . Ich sag’s euch: mir war in dem Moment nur wichtig, dass es Nala endlich wieder gut geht aber es ist schon recht ärgerlich, wenn man schon nach vier Tagen nicht mehr stolz vom neuen Teppich erzählen kann!

Wenn Wauwi krank ist

Nachdem ich gestern also ungelogen mehr als 60 Spucke- und Kotzehäufchen entfernt habe (davon ca. ein Drittel auf allen Teppichen verteilt), bin ich froh, dass es Nala heute schon besser geht. Das Antibiotikum scheint gut anzuschlagen. Richtig fit ist sie natürlich noch nicht, hat aber schon drei mal über 20 Minuten Spazierengehen geschafft (gestern war sie insgesamt nur 15 Minuten draußen plus zwischendurch für kurze Zeit im Garten). Das Frühstück hat sie auch bei sich behalten. Die Tierärztin meinte allerdings, dass wir ihr in der nächsten Zeit nur aufgeweichtes Futter oder Nassfutter geben sollen, weil das Trockenfutter ihr beim Schlucken zu viel Schmerzen bereiten würde. Daher habe ich gerade bei Fressnapf ein paar Dosen Nassfutter von Real Nature gekauft. Das wollte ich eh schon länger mal testen. Das soll ja ohne Konservierungs-, Aroma- und Farbstoffe und auch getreidefrei sein. Ich finde, das hört sich sehr interessant an. Und deshalb testen wir das jetzt mal: zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen!

Wenn Wauwi krank ist

Jetzt, wo Nala krank ist, ist sie übrigens auch ganz verschmust und sucht verstärkt Körperkontakt. Eigentlich sage ich ja immer, man soll den Hund durch das Streicheln nicht loben, wenn er ängstlich ist oder es ihm schlecht geht. Man hat immer richtig gemerkt, wie gut ihr der Körperkontakt mit mir getan hat. Es gibt da eine Stelle am Kopf zwischen den Augen, die über die Stirn hinaufreicht bis zum Ende des Kopfes. Wenn ich diese Stelle mit leichtem Druck entlangfahre, dann entspannt sie das total. Dann macht sie nämlich dieses lange Ausatmen-Geräusch. Und ich bin mir sicher, dass ich ihr gestern damit helfen konnte. Immerhin ist sie ja auch von selbst angekommen und wollte bei mir liegen.

Am Ende ist es eben doch keine Schwarz-Weiß-Malerei: Man sollte zwar immer versuchen den Hund zu verstehen und entsprechend auf Hundeart darauf reagieren. Mit unseren menschlichen Instinkten, besonders was das Sichkümmern und Beschützen angeht, liegen wir aber dennoch manchmal gar nicht so falsch. Ich muss zugeben, in dieser Hinsicht bin ich auch oft hin- und hergerissen. Aber ich bin mir sicher, dass sich Mensch und Hund nach einiger Zeit so sehr aneinander gewöhnt haben, dass sie lernen können, was zum Beispiel menschliche Zuneigung heißt und es auch selbst als solche verstehen, auch wenn Hunde untereinander dies vielleicht nicht zeigen oder anders ausdrücken würden.

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