Vom Hundepsychologen zum Hundetrainer?

20.06.2016

Ihr Lieben, seit meinem letzten Blogpost sind nun schon einige Tage vergangen. Ursprünglich hatte ich mir vorgenommen, den Blog etwas regelmäßiger zu pflegen. Das Schreiben liebe ich auch nach wie vor! Da sich in der letzten Zeit (neben)beruflich aber einiges bei mir getan hat, bin ich einfach nicht zum Schreiben gekommen. Daher bringe ich euch jetzt mal auf den neuesten Stand 🙂 .

Einige von euch wissen ja bereits, dass ich vor Kurzem mein Studium in der Hundepsychologie abgeschlossen habe. Soweit ist die Theorie hinsichtlich einer Ausbildung zum Hundetrainer zu einem guten Teil abgedeckt. Natürlich lernt man nie aus! Durch Nala, verschiedene Hundesitter-Jobs und Hausbesuche konnte ich bereits einiges an praktischen Erfahrungen sammeln. Um die Erfahrungen in der Praxis aber weiter auszubauen, habe ich mich zusätzlich für ein Praktikum entschieden.

Auf der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsbetrieb

Das hört sich leider viel einfacher an, als es tatsächlich ist. Da der Beruf des Hundetrainers (noch) keine geschützte Berufsbezeichnung ist, darf sich eigentlich jeder Hundetrainer schimpfen, der selbst der Ansicht ist, auch nur im Entferntesten Ahnung von Hunden zu haben. Meldest du ein Gewerbe an, bietest Kurse an: Schwupps! Eine neue Hundeschule ist geboren – jetzt mal ganz vereinfacht ausgedrückt. Dies ist leider auch der Grund, warum es in Deutschland so viele schlechte und unerfahrene Hundetrainer gibt. Von solchen „Hundetrainern“ wollte ich natürlich nicht unbedingt lernen…

Einen Praktikumsplatz in einer Hundeschule finden? Gar nicht so einfach!

Die meisten guten Hundeschulen hingegen sind nicht in meiner Nähe und nehmen für die Ausbildung, also das Praktikum, Unmengen an Geld. Da mir das Studium finanziell schon einiges abverlangt hat, war ich nicht unbedingt glücklich über den Gedanken mir den praktischen Teil meiner Ausbildung auch noch finanzieren zu müssen. Wäre es nicht anders gegangen, hätte ich es aber dennoch in Kauf genommen. Immerhin möchte man ja von qualifizierten Trainern lernen.
„Normale“ Praktika sowie Schüler-Praktika findet man kaum in Hundeschulen. Das Problem an der Sache: Trainer züchten sich mit der Ausbildung anderer Leute immer Konkurrenz heran. Für eine zeitlang bietet dir die Person vielleicht Unterstützung im Training (sofern sie denn dementsprechend vorgebildet ist). Auf Dauer gesehen streben die meisten Hundetrainer in spe allerdings eine Selbstständigkeit an. Und noch mehr Hundeschulen, sprich noch mehr Konkurrenz, können die Betriebe sicher nicht gebrauchen.

In welcher Hundeschule ich nun gelandet bin

Ich recherchierte also etwas und nach und nach festigte sich der Gedanke in meinem Kopf einfach mal bei meiner alten Hundeschule nach einem Platz zu fragen. Dort wusste ich immerhin, was mich erwartet. Ich wusste, dass ich von einem sehr guten Hundetrainer lerne – immerhin hatte er mich und Nala ja vor zwei Jahren selbst auf die Begleithundprüfung vorbereitet. Wir waren dort immer sehr zufrieden und ich sehe heute einfach an Nala, wie hochwertig und nachhaltig das Training dort für uns war. Also versuchte ich mein Glück. Ich hatte ja nichts zu verlieren 😉 . Ehrlicherweise hatte ich nicht mit einer Zusage gerechnet. Denn wie schon erwähnt, werden Praktika in diesem Bereich einfach nicht gerne angeboten. Zu meinem Glück fehlte zu diesem Zeitpunkt an Personal in der Schule. Und so wurde ich zu einem Gespräch eingeladen, in dem wir uns über das Praktikum unterhielten.

Mehr als nur ein Praktikum?

Die Arbeit in einen Praktikanten zu investieren, um ihn anschließend an eine andere Schule oder in die Selbstständigkeit zu verlieren, davon hat natürlich kein Trainer etwas. Mit dem Gedanken hatte ich mich vorher auch schon beschäftigt. Mein Ziel ist es auch nicht, eine zeitlang zu lernen, um den Beruf dann aber nicht auszuüben. Also witterte ich meine Chance, auch nach dem Praktikum weiterhin in der Hundeschule arbeiten zu können. Das wäre für mich das Beste, was passieren könnte! 🙂

Ob sich diese Geschichte zu einer längerfristigen Sache entwickelt, das sehen wir dann mit der Zeit. Ich denke, mein Trainer möchte sich erst mal ein genaues Bild von mir und meiner Arbeitsweise verschaffen und nach einiger Zeit entscheiden, wie es für uns weiter geht. Immerhin ist es auch für Hundeschulen selbst nicht so einfach, geeignetes bzw. zuverlässiges und entsprechend ausreichend ausgebildetetes Personal zu finden. Also geben wir der Sache einfach mal ’ne Chance 😉 .

Seit zwei Wochen fahre ich jetzt also regelmäßig in die nächste Stadt, um beim Training zu assistieren. Wenn euch genauer interessiert, was ich da überhaupt im Einzelnen mache, welche Kurse ich begleite oder wie das Training für mich so abläuft, dann schreibt mir das gerne unten in die Kommentare! Wenn das Interesse da ist, schreibe ich euch gerne noch einen gesonderten Blogpost dazu 🙂 .

4 Comments

  1. Cora und Lio sagt:

    Hey toller Blogbeitrag. Ich selber spiele ja auch mit dem Gedanken, nach der Schule, das Fernstudium der AtN Hunde- und Pferdepsychologie zu machen. Eigentlich wollte ich mich dann auch selbstständig als Hundetrainer machen, das Problem ist ja aber, dass im Groben und Ganzen, fast das selbe bei Psychologie und Hundetrainer gelehrt wird, also bin ich mal auf deine nächsten Beiträge zu dem Thema gespannt. Ich hab ja noch etwas Zeit mir, das ganze zu überlegen, wie ich es nun mache ^^

    • Kiki sagt:

      Hallo liebe Cora 🙂
      Vielen Dank! Es freut mich, dass dir der Beitrag gefällt. Es stimmt schon: der Studiengang Hundetraining umfasst auch Inhalte der Hundepsychologie, allerdings liefert er auch sowohl Trainingsmethoden als auch – was noch viel wichtiger ist – Praxisstunden. Und glaube mir, wenn ich dir sage, dass der Praxisteil unheimlich wichtig ist, gerade auch wenn man sich als Trainer selbstständig machen möchte. Wenn du also wirklich über diesen Beruf nachdenkst, würde ich dir eher empfehlen, den Hundetrainer-Studiengang einzuschlagen 🙂 Da ich gerade selbst in der Hundeschule bin, kann ich das im Nachinein zumindest für mich so sagen. Allerdings bereue ich den Studiengang Hundepsychologie keinesfalls. Ich hatte ja ursprünglich gar nicht geplant Trainer zu werden 😉
      Ganz liebe Grüße ❤️ und melde dich gerne, wenn du noch weitere Fragen hast 🙂

  2. Interessant was du da machst und auch planst…und Herzlichen Glückwunsch nachträglich noch zum bestandenen Abschluss. Bin schon mega gespannt wie alles für dich weitergeht.
    GLG Danni

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