Produktvorstellung WILDCRAFT

28.05.2016

Dass Trockenfutter den Bedürfnissen unserer Hunde gerecht werden kann, diese Hoffnung hatte ich schon fast aufgegeben. Wenn man sich ein mal näher mit den Inhaltsstoffen eines solchen Futters beschäftigt, dann fällt schnell auf, warum viele Hundehalter eben dieser Meinung sind. So sind zum Beispiel unter Bezeichnungen wie „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ sowohl Fleisch als auch Abfallprodukte wie Füße, Schnäbel, Federn, Blut, Fell, ja sogar Kot und Urin¹ zu finden. Betrachtet man die weiteren Inhaltsstoffe bemerkt man ebenfalls den hohen Anteil an Getreide. Die meisten Hundefuttermittel bestehen zum größten Teil (60-90 Prozent)¹ daraus.

Da der Hund aber zur Ordnung der Karnivoren gehört, liegt wohl auf der Hand, was der Hauptbestandeil seiner Mahlzeiten sein sollte: Fleisch! Natürlich gehört nicht nur Fleisch zu einer ausgewogenen Ernährung. Der Wolf frisst in der Regel das Beutetier samt Knochen und Innerein und nimmt dabei unheimlich viele Mineralien, Vitamine, Enzyme, Ballaststoffe, Fette und Eiweiße auf.

Auf der Suche nach hochwertigem Trockenfutter

Also hielten wir Ausschau nach einem geeigneten, nicht maßlos überteuerten Trockenfutter. Erfolglos. Als wir schließlich gerade auf BARF umgestellt hatten, wurde uns die Marke WILDCRAFT vorgestellt. „WILDCRAFT NATURAL DOGFOOD“ – der Name hörte sich schon vielversprechend an. Doch was sagt schon alleine der Name über das Produkt aus? Trotzdem war ich neugierig und riskierte einen Blick auf die Inhaltsstoffe des Futters. Kein Getreide! Schon mal der erste Pluspunkt. Auch wenn wir gerade dem Trockenfutter abgeschworen hatten, dieses Futter wollte ich unbedingt testen, zumal ich regelmäßig gefragt werde, welches Trockenfutter ich weiterempfehlen würde. Bislang konnte ich leider noch keine Antwort darauf geben.

WILDCRAFT Trockenfutter

„WILDCRAFT wurde von Hundebesitzern für Hunde kreiert. Der Wunsch, unseren eigenen Hunden nur Bestes und Echtes direkt aus der Natur in den Napf zu packen, hat uns motiviert, gemeinsam mit tausenden Hundebesitzern gesunde, artgerechte und mit Liebe zubereitete Nahrung zu entwickeln.“ – Das sagt WILDCRAFT über sich selbst. Und es klingt vielversprechend. Mit Tierärzten und über 2000 Hundebesitzern wurde das Futter entwickelt. Dabei wurden Kriterien, wie ein hoher Anteil an frischem Fleisch (bis zu 60 Prozent), ausgewählte Zutaten mit Monoprotein, das die Anfälligkeit für Allergien reduziert und der Verzicht von Getreide und Zusätzen (100% natürliche Vitamine, ohne den Zusatz von Vitaminen, Konservierungs-, Farb- und Lockstoffen) berücksichtigt.

Produkte und Inhaltsstoffe

Zur Auswahl stehen aktuell drei Sorten Trockenfutter.

Zusammensetzung:
50% Lachs (30% frischer Lachs, 20% getrockneter Lachs), 33% Kartoffel, Apfel, Birne, Sellerie, Spinat, Schwarze Johannisbeere, Algen, Leinöl, frische Reiskeimlinge, Mariendistel

Analytische Bestandteile:

Rohprotein 28,3%
Rohfett 12,7%
Rohasche 6,0%
Rohfaser 4,1%
Calcium 0,95%
Phosphor 0,68%

Zusammensetzung:
60% frisches Rind, 29% Kartoffel, Apfel, Birne, Kürbis, Rote Beete, Heidelbeere, Algen, Leinöl, frische Reiskeimlinge, Mariendistel

Analytische Bestandteile:

Rohprotein 35,4%
Rohfett 12,7%
Rohasche 7,4%
Rohfaser 4,4%
Calcium 0,81%
Phosphor 0,62%

Zusammensetzung:
30% frisches Huhn, 30% frische Ente, 18% Kartoffel, Apfel, Birne, Erbsen, Möhren, Holunderbeere, Algen, Leinöl , frische Reiskeimlinge, Mariendistel

Analytische Bestandteile:

Rohprotein 32,5%
Rohfett 22,8%
Rohasche 6,5%
Rohfaser 4,0%
Calcium 1,5%
Phosphor 1,13%

Testesser Kiki und Nala

So viel zur Theorie. Kommen wir nun zur Praxis. Und richtig gelesen: nicht nur Nala hat getestet! Auch ich habe mich aufgrund der transparenten Angaben der Inhaltsstoffe an einen Geschmackstest getraut.
Schon beim Öffnen der Tüte kam mir ein angenehmer Geruch entgegen. Nicht künstlich oder chemisch, wie man es von anderen Trockenfuttern kennt, sondern natürlich und unaufdringlich. Das war auch zum Anderen der Grund, weshalb ich mich getraut habe, die Futterbröckchen selbst in den Mund zu nehmen. Lediglich die Sorte Lachs riecht etwas intensiver. Aber das hat Fisch ja auch irgendwie so an sich 😉 .

Die Futterbröckchen haben eine ungewohnte Form, denn es hat nicht jedes 1 zu 1 die gleiche Form, wie das andere. Was mir auch aufgefallen ist: man kann teilweise einzelne Komponenten der Nahrung erkennen!

Bei snapchat (coachdichwuff) habe ich euch live am Futtertest teilhaben lassen und versucht herauszufinden, welche Sorte Nala am besten gefällt. Anhand der Sabberflecken auf dem Boden war auf jeden Fall schnell zu erkennen, dass das Futter schon ein mal gut riecht. Zum Testen haben wir jeweils eine Sorte in einer Hand versteckt und Nala musste wählen, welche von beiden Händen am besten riecht. Jede Sorte wurde mit den beiden anderen verglichen. Am Ende kamen wir zu dem Ergebnis, dass ihr die Sorte Huhn und Ente am besten gefallen hat. Auf Platz 2 steht die Sorte Weiderind und auf Platz 3 die Geschmacksrichtung Lachs. Übrigens hat Nala alle drei Sorten einwandfrei vertragen.

Um meinen Favoriten herauszufinden, mussten wir glücklicherweise keinen Test absolvieren, denn ich kann im Gegensatz zu Nala ja einfach laut aussprechen, was ich denke 😉 . Am besten haben mir die Sorten Huhn und Ente und Weiderind gefallen. Bei der Geschmacksrichtung Weiderind konnte ich richtig das Fleisch herausschmecken – und es hat auch wirklich nach Rind geschmeckt! Daher vergebe ich hierfür den ersten Platz. Die Sorte Lachs habe ich als etwas salzig empfunden, sie hat aber auch ganz eindeutig nach Fisch geschmeckt.

Unser Fazit

Ich muss sagen, auch wenn ich sonst Trockenfuttern eher skeptisch gegenüber stehe, so konnten mich alle drei Sorten der Marke WILDCRAFT überzeugen. Ich bin zwar keine ausgebildete Ernährungsberaterin, habe mich aber in den letzten zwei Monaten aufgrund Nalas Futterumstellung auf BARF verstärkt mit dem Thema Ernährung auseinandergesetzt. Ich kann mittlerweile beurteilen, welche Komponenten in einer ausgewogenen Ernährung im Futter enthalten sein sollten. Meiner Meinung nach deckt dieses Futtermittel viele dieser Komponenten ab. Aus meiner Sicht zumindest alle, die ein Trockenfutter abdecken kann. Zu einer ausgewogenen Ernährung gehören zum Beispiel auch Innereien und Knochen. Das soll allerdings keine Kritik an diesem Futter sein. Alles kann ein Fertigfuttermittel auch nicht, zumal die Ernährung auf jeden Hund individuell angepasst sein sollte.

Ich sehe es daher so, dass sich jeder Hundehalter mit dem Thema Ernährung auseinandersetzen und sich nicht allein auf fertiges Trockenfutter verlassen sollte. Knochen haben wir damals beispielsweise einmal wöchentlich gegeben und damit eine Portion der Trockenfutter-Mahlzeit ersetzt. Da das Calcium-Phosphor-Verhältnis aber bereits in einem ausgewogenen Verhältnis in dem WILDCRAFT Trockenfutter enthalten ist (was ich total super finde!), wäre ich mit der Zugabe von anderem Futter vorsichtig, um keinen Überschuss an Calcium oder Phosphor zu riskieren.

Das Futter von WILDCRAFT kannst du übrigens in deren WILDCRAFT Online-Shop bestellen. Mit dem Code „WILDCRAFT-Coachdichwuff“ erhältst du bis zum 04.06.2016 10% Rabatt auf alle WILDCRAFT Produkte. Außerdem hast du die Chance an dem Newsletter-Gewinnspiel teilzunehmen und ein 4kg WILDCRAFT Produkt deiner Wahl zu gewinnen.
Den Preis der Produkte finde ich für die Qualität sehr akzeptabel. Abgesehen von der Qualität des Futters finde ich auch die Aufmachung, sowohl Logo als auch Verpackung, sehr ansprechend. Es passt einfach alles ins Konzept „natural dogfood“.

Welches Trockenfutter ich bedenkenlos weiterempfehlen kann? Diese Frage kann ich ab jetzt beantworten 🙂 .

¹ Informationen aus der Broschüre „BARF Biologisch Artgerechtes Rohes Futter“ von Swanie Simon

– in Zusammenarbeit mit Wildcraft –
die Produkte wurden uns kostenlos zur Verfügung gestellt

2 Comments

  1. Annika sagt:

    Hallo 🙂 ein super interessanter Artikel! Auch ich frage mich immer wieder was tatsächlich das beste Trockenfutter ist. Begonnen habe ich Wolfsblut. Hatte immer viel Gutes gehört und von den Züchtern würde es so begonnen. Leider mussten wir nach einem Welpentreffen feststellen, dass genau die Hunde viel dünner waren und viel helleres Fell hatten, die dieses Futter noch bekamen. Am Tag nach dem Welpentreffen riefen die Züchter an und legten uns ans Herz, das Futter zu wechseln. Sie hatten sich intensiv damit auseinander gesetzt und haben uns Naturavetal empfohlen. Vorher hatte ich noch nie davon gehört. Bruno hat sich seitdem super entwickelt. Und doch hat man immer wieder bedenken ob nicht doch irgendwann wieder etwas auftaucht was wohl doch nicht so gut in dem Futter ist :-/ habt ihr davon schon mal etwas gehört? Kannst du etwas dazu sagen? 🙂
    Finde das Thema doch sehr komplex und schwierig…

    LG, Bruno und Annika 🙂

    • Kiki sagt:

      Hallo liebe Annika 🙂
      vielen Dank, das freut mich, dass dir der Artikel gefällt! Eigentlich war ich bislang auch immer der Meinung (allerdings auch nur vom Hörensagen), dass Wolfsblut sehr gut sein soll. Wahrscheinlich ist die Meinung weitestgehend gerechtfertigt durch den hohen Preis 😉 nach dem Motto: was teuer ist, muss auch gut sein. Von Naturavetal habe ich noch nicht gehört. Habe es aber gerade mal recherchiert und soweit macht es auch mich einen ganz guten Eindruck.
      Du hast Recht, das Thema ist sehr komplex und man hat nie das Gefühl, dass man sich hundertprozentig sicher sein kann mit der aktuellen Fütterungsart. Das einzige, dass ich dir mit auf den Weg geben kann, ist das aktuelle Futter immer wieder zu hinterfragen. Schmeckt es dem Hund? Was machen Fell und Krallen für einen Eindruck? Hat dein Hund Energie oder macht er einen schwächeren Eindruck als sonst? Das alles sind unter Anderem Indikatoren, die du nach längerem Füttern hinterfragen solltest. Denn eines ist sicher: jeder Hund hat unterschiedliche Ansprüche, nicht jeder Hund verträgt alles gleich gut. Für den einen Hund ist das Futter besser geeignet, für den anderen Hund ein anderes. Es gibt jetzt nich das „Nonplusụltra-Futter“, das ich jedem empfehlen würde.
      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünschen
      Kiki und Nala ❤️

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