Nala’s Silvester

02.01.2016

Ein frohes und glückliches neues Jahr wünschen wir euch, ihr lieben Hundemenschen! 🙂 Ich hoffe, ihr seid alle gut mit euern Vierbeinern in das neue Jahr gestartet und habt ein Jahr voller Glück, Gesundheit und Pfotenliebe vor euch.

Da einige gefragt hatten, möchte ich euch gerne von unserem Silvestererlebnis erzählen. Nala ist ja schon etwas älter und hat mittlerweile bereits das dritte Silvester mit uns erlebt. Wie die Vorbesitzer es früher gehandhabt haben, darüber hatten wir damals keine Info. Daher habe ich sie genauso auf Silvester vorbereitet, wie ich es mit einem Welpen oder einem anderen Hund auch getan hätte.

Silvester verbingen wir jedes Jahr gemeinsam mit unserer Clique. Wir feiern mit unseren Freunden sehr oft, was Nala nach all der Zeit gewohnt ist und auch schon gut verinnerlicht hat. Mit ca. 10 Leuten wird es bei uns eigentlich immer recht laut. Und auch den Umgang mit etwas „angeheiterten“ Person ist Nala gewohnt 😉 . Für sie war es also ein Abend, wie viele andere auch.

Am Nachmittag ist Luki eine Stunde lang mit Nala spazieren gewesen und hat sie während des kompletten Spaziergangs auch an der Leine gelassen. Nala ist zwar nicht besonders schreckhaft, aber man weiß ja nie, wer da in der Gegend um diese Uhrzeit schon herumböllert. Da möchte ich natürlich kein Risiko eingehen. Länger sollte der Spaziergang auch nicht dauern, denn ich weiß aus Erfahrung, wie anstrengend so ein lauter Abend mit vielen Leuten für einen Hund sein kann. Es kann zwar sein, dass der Hund ruhiger bleibt und aus Erschöpfung nicht so stark auf das Feuerwerk reagiert, wenn er vorher sehr viel ausgelastet wurde. Es kann aber auch das Gegenteil der Fall sein und der Hund kann während des Feuerwerks überreizt sein und überreagieren, was sich wiederum in Aggression äußern kann. Daher bin ich der Meinung, sollte man seinen Hund selbst einschätzen können und selbst entscheiden, welche Möglichkeit die beste für ihn ist. Die Tage vor Silvester waren wir mit Nala sehr viel unterwegs. Sie war also grundlegend schon ausgelastet und ich wollte ihr mit ihren immerhin „schon“ sieben Jahren nicht zu viel zumuten. Sie ist zwar noch keine alte Lady, aber man merkt ihr das Alter langsam an. Zumindest merkt man deutlich, dass sie kein Junghund mehr ist 😉 .

Während der Feier durfte sich Nala die ganze Zeit mit uns gemeinsam in der Wohnung aufhalten und sich mit uns beschäftigen. Bei 10 Leuten findet sich eigentlich immer jemand, der einen krault, mit einem spielt oder bei dem man nach Essen betteln kann 😉 . Sie war also gut beschäftigt und hat sich auf ihr Körbchen zurückgezogen, wenn sie in Ruhe gelassen werden wollte. Und das respektieren auch alle. An dieser Stelle muss ich unsere Clique wirklich loben: es gehen wirklich alle ganz super toll mit unserer süßen Maus um und nehmen viel Rücksicht. Dafür kann man wirklich dankbar sein, solche tollen Freunde zu haben 🙂 . Ich finde das nämlich nicht selbstverständlich.

Kurz vor Mitternacht haben wir uns alle zusammengefunden, einige haben Wunderkerzen angezündet. Währenddessen habe ich mir Nalas aktuelles Lieblingsleckerlie geschnappt, nämlich die Fish Cookies aus der Wauwaubox (ein ausführlicher Beitrag zur Wauwaubox folgt in den nächsten Tagen 🙂 ) und habe sie mit dem Futter abgelenkt. Zu diesem Zeitpunkt haben wir uns alle drinnen aufgehalten und es war auch keine Tür nach draußen geöffnet, das heißt, man konnte kaum etwas vom Feuerwerk hören, da auch die Musik noch angeschaltet war. Als sich alle lauthals umarmt haben, hat Nala aber schon gemerkt, dass was los war 😉 . Die anderen sind dann zum Böllern nach draußen gegangen, währenddessen habe ich mich mit Nala vor die Tür gesetzt und das Feuerwerk angeschaut. Dabei habe ich sie weiter mit den Leckerlis abgelenkt, was auch super funktioniert hat! Das hatte ich eigentlich gar nicht so geplant, aber ich hätte auch nicht gedacht, dass es so gut funktioniert. Weil ich Nala aber auch nicht mit dem Futter vollstopfen wollte, bin ich irgendwann mit ihr angeleint in den Garten gewechselt, damit sie verstehen konnte, woher die Lauten Geräusche kommen. Sie war zwar aufgeregt und hat auch für sie untypischerweise gewufft, hat sich aber auch durch die Leine sehr an mir orientiert, wollte sich auch von selbst nicht weit von mir entfernen und hat immer wieder zu mir geschaut. Ihr Verhalten war den Umständen entsprechend noch relativ ruhig und hat mir nur wieder gezeigt, was für eine gute Bindung wir zueinander haben und wie sehr Nala mir vertraut. Besonders am nächsten Tag konnte man deutlich merken, wie verschmust sie zu mir war und wie überdurchschnittlich viel Kontakt sie zu mir gesucht hat. Der Silvesterabend hat unsere Bindung also noch gestärkt! Nach ein paar Minuten sind wir aber auch wieder reingegangen. Ich wollte Nala jetzt auch nicht zu viel Stress aussetzen.

Irgendwann haben sich die anderen auch wieder zu uns gesellt. Drinnen konnte man durch die Musik und die Lautstärke der Unterhaltungen kaum etwas von der Böllerei draußen hören. Nach einer Stunde sind aber auch alle weitergezogen. Ich bin dann mit Nala zuhause geblieben, habe die Wohnung aufgeräumt und später Nala zu mir ins Bett geholt, sodass wir noch kuscheln konnten. Das Feuerwerk ließ zu diesem Zeitpunkt nur noch hin und wieder etwas von sich hören. Ich muss sagen, mich stört das überhaupt nicht, an Silvester nicht lange zu feiern. Mir war das bewusst, als wir uns für einen Hund entschieden hatten. Außerdem ist es eine Sache, die ich sehr gerne in Kauf nehme, dafür dass ich meinem Hund damit helfend zur Seite stehen kann. Das Feiern würde mir niemals über meinen Hund gehen! Außerdem startet man so nicht allzu verkatert in das neue Jahr :p .

Und so ging ein weiterer Silvesterabend ruhig und ohne Zwischenfälle zuende. Ich bin ganz schön stolz auf meine Pupi. Dafür, dass sie so belastbar ist und mittlweile eine so hohe Frustrationstoleranz aufbauen konnte. Auch wenn es anstregend war, und seien wir mal ehrlich: manchmal muss ein Hund durch soetwas einfach durch, hat es unsere Beziehung und unser Vertrauen zueinander nur gestärkt. Und das ist doch das allerwichtigste, oder? 🙂

2 Comments

  1. Jule sagt:

    Ich bin jetzt über Instagram hier gelandet 🙂 Ich finde deine Einstellung dem Hund gegenüber total klasse. Man merkt, dass du sehr verantwortungsbewusst mit dem Tier umgehst und dass Nalas Wohl an erster Stelle steht, aber dennoch sagst du, dass es eben auch Situationen gibt, wo Nala durch MUSS. Nützt ja nix. Ich habe durch diverse Foren inzwischen etliche Leute kennen gelernt, die ihren Hund so extrem in Watte packen, dass ich schon ein schlechtes Gewissen hatte, als unser kleiner Nero mit uns Silvester feiern musste. Wir sind mit ihm ähnlich umgegangen, wie ihr mit Nala. Nur, dass wir bei Freunden eingeladen waren und ich seine Box mit hatte. Es ging so super gut. Ich denke man sollte sich selbst nicht so einen Stress machen, wie viele es tun. Das überträgt sich nur unnötig.

    • Kiki sagt:

      Hallo liebe Jule 🙂 Ich freue mich sehr über deinen Kommentar! Was du schilderst, fällt mir selbst auch immer mehr auf. Ich finde es super, was für einen hohen Stellenwert der Hund mittlerweile in unserer Gesellschaft hat und wie verantwortungsbewusst die meisten auch mit ihrem Tier umgehen. Es entstehen dabei ganz tolle Mensch-Hund-Freundschaften und das finde ich wunderschön. Wie du aber schon sagst, und das sehe ich genauso, sollte man sich nicht unnötig unter Druck setzen lassen. In einigen Haushalten hat der Vierbeiner schon einen Stellenwert erreicht, der über den mancher Kinder hinausgeht und das kann es natürlich auch nicht sein. Ein Hund ist immer noch ein Tier und sollte auch als solches behandelt werden. Es ist zwar schön, seinen Hund zu fordern und regelmäßig auszulasten. Es ist aber mit Sicherheit keine Schande, wenn man an einem Tag mal 30 Minuten weniger spazieren geht oder nicht jeden Tag gemeinsam trainiert. Ich bin mir sicher, dass es euer Nero gut bei euch hat und dass er Silvester gut überstanden hat, ist ja auch ein super Zeichen! 🙂 Die Box zu benutzen war auf jeden Fall eine sehr vernünftige Idee.
      Hunde und Menschen sollen gegenseitig eine Bereicherung sein. Es dreht sich aber nun mal nicht immer nur alles um den Vierbeiner 🙂

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