Haustierhaltung in der Mietwohnung

04.04.2016

Im März 2013 entschied der Bundesgerichtshof, dass Vermieter die Hunde- oder Katzenhaltung nicht generell per Mietvertragsklausel verbieten dürfen. Groß war die Freude! Gleichzeitig machte sich jedoch Unsicherheit unter den Haustierhaltern breit, denn die neue Gesetzeslage wirft bei uns immer noch einige Fragen auf:

Darf ich mir jetzt – einfach so – einen Hund anschaffen? Muss ich meinen Vermieter informieren? Brauche ich eine schriftliche Genehmigung? Oder kann ich mich über das Verbot des Vermieters hinwegsetzen?

Gemeinsam mit immowelt.de möchten wir über diese Unsicherheiten aufklären und erzählen, was bezüglich der Haustierhaltung in der Mietwohnung erlaubt und was verboten ist.

Wohnungssuche

Als wir uns vor fünf Jahren hier in Münster nach einer geeigneten Wohnung umsahen, war das Mietrecht bezüglich Haustierhaltung für uns noch kein Thema. Ich hatte zwar geplant, irgendwann einmal einen Hund zu adoptieren, doch das war zu diesem Zeitpunkt für uns noch nicht umsetzbar und wurde daher für die Wohnungsauswahl als Kriterium nicht berücksichtigt.

Im Nachhinein hatten wir mit der Auswahl unserer Wohnung sehr viel Glück! Denn als wir uns zwei Jahre später doch dazu entschieden, meine Labradorhündin Nala zu adoptieren, wurden uns aus Seiten des Vermieters keine Steine in den Weg gelegt. Dazu muss man sagen, dass es in Großstädten (zumindest hier bei uns) sehr schwierig ist, eine Wohnung zu finden, in der die Haltung von Hunden tatsächlich gestattet wird.

Vertragsklausel

Einige Nachbarn aus unserem Mietshaus hatten bereits einen Hund. In unserem Mietvertrag steht geschrieben, dass die Haltung von Hunden generell erlaubt ist, sie jedoch einer Genehmigung durch den Vermieter bedarf. Wir informierten daraufhin also unseren Vermieter, der uns die Einverständnis erteilte, solange der Hund artgerecht gehalten wird und die anderen Mieter nicht negativ beeinflusst werden.

Zu dem Zeitpunkt als Nala bei uns einzog, war diese neue Gesetzeslage noch nicht geltend. Zudem haben wir das Glück, dass sich unser Vermieter Haustieren gegenüber sehr tolerant verhält. So entgegenkommend zeigt sich aber längst nicht jeder Vermieter. Daher kann ich dir nur raten: informiere dich vor der Anschaffung eines Haustieres genau, ob es in deiner Wohnung gehalten werden darf, bzw. spreche dich ausführlich mit dem Vermieter ab, bevor du in eine neue Wohnung einziehst.

Darf ich nun einen Hund oder eine Katze halten oder nicht?

Haustierhaltung im Mietvertrag: So steht‘s drin – das ist gemeint. Über dieses Thema informiert immowelt.de sehr ausführlich. Solltest du dir unsicher sein oder noch weitere Fragen haben, hilft dir dieser Beitrag auf jeden Fall weiter.
Einige Fallbeispiele zeigen ebenfalls, wie individuell im Mietrecht entschieden werden kann.

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2 Comments

  1. Hi Kiki,
    superschöner Beitrag – und ein wichtiges Thema. Ich finde es schlimm, wenn sich Leute Tiere anschaffen und sie dann wieder weggeben, weil sie sie in ihrer Mietswohnung gar nicht halten dürfen. Schön, dass dein Vermieter so aufgeschlossen gegenüber Haustieren ist. So tolerant sind echt nicht viele!
    Liebe Grüße,
    Alex

    • Kiki sagt:

      Hallo liebe Alex 🙂

      vielen Dank! Ja, wir hatten wirklich Glück. Kürzlich habe ich noch von einem Fall im Bekanntenkreis gehört, bei der sich ein Pärchen unerlaubt einen Welpen angeschafft hatte. Ihnen wurde fristgerecht ein Ultimatum vom Vermieter gesetzt und haben sich glücklicherweise für den Hund und einen Umzug entschieden und nicht für die Abgabe des Hundes. Trotzdem ist es so natürlich auch nicht richtig.
      Sich zu informieren ist schon sehr wichtig 🙂

      Liebe Grüße von Kiki und Nala

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