Fit sein mit Hund – Einleitung

12.02.2016

Fit sein mit Hund. Das ist ein Thema, mit dem ich mich bereits seit fast drei Jahren beschäftige. Nämlich seit dem Zeitpunkt, an dem Nala zu uns kam. Und eigentlich auch schon davor.
Bevor ein Hund bei uns einziehen sollte, haben wir uns sehr viele Gedanken zum Thema Rasse, Alter und Geschlecht gemacht und uns überlegt, welche Charaktereigenschaften unser zukünftiger Hund im besten Fall haben sollte. Es war uns wichtig, dass er bei uns auf seine Kosten kommen und seinen Interessen nachkommen kann, aber eben auch zu uns passt. Daher fiel die Wahl auf einen aktiven Hund, mit dem wir spielen und toben, ihn aber auch zum Joggen mitnehmen konnten.

Hunde müssen ihre Fitness und Kondition genauso aufbauen, wie wir Menschen auch!

Fit sein mit Hund

In der Zeit vor Nala habe ich viele Bücher von Martin Rütter und Cesar Millan gelesen – die Klassiker 😉 . Erst später kamen die bedeutenden und wissenschaftlicheren Hundepsychologen und -trainer wie zum Beispiel Erik Zimen zur Ergänzung hinzu. Ich habe viel auf die Meinung von Cesar Millan gegeben, da sich seine Auffassungen und Erklärungen für mich sehr logisch anhörten. Tatsächlich gab er mir damals die Sicherheit und das Selbstvertrauen den Schritt zum ersten eigenen Hund endlich zu gehen. Auf jeden Fall stand überall in seinen Büchern geschrieben, wie wichtig Bewegung für den Hund ist und er gab den Tipp, den Hund lange auszuführen und auszulasten, bevor ihm sein neues Zuhause gezeigt wird, sodass er sich ruhiger verhält und auch um den ersten Schritt in Richtung Bindung zu gehen.

Jetzt hatten wir uns schon so lange und so umfangreich imformiert, das Thema Hund war mir so wichtig, da wollte ich natürlich mit Nala von Anfang an alles richtig machen! Ich kann mich noch gut an diesen ersten Spaziergang erinnern. Es war spät, dunkel und goss aus Kübeln. Und doch waren wir eine ganze Stunde mit Nala unterwegs. Sie war so aufgeregt, musste überall schnuppern, zog an der Leine. Physisch und psychisch muss das sehr stressig und anstrengend für sie gewesen sein. Für den nächsten Tag hatten wir schon für früh morgens eine große Runde um den See geplant. Wir waren alle drei noch erschöpft vom Tag davor, entschlossen uns aber dennoch für diesen Spaziergang.
Als Nala am Ende des Tages total müde und ausgelaugt war, war mir bewusst geworden, dass Cesar zwar Recht hatte: Bewegung ist sehr wichtig, aber dass ich mehr auf Nalas Konstitution und Fitness hätte eingehen müssen. Ich hatte ihr viel zu viel zugetraut. Irgendwie dachte ich wohl früher, dass alle Hunde im Allgemeinen Bewegung lieben und eine viel bessere Kondition als Menschen haben, einfach weil sie Tiere sind?! Heute kann ich den Gedanken ehrlich gesagt nicht mehr richtig nachvollziehen. Ich weiß nur, dass ich eine wichtige Sache für mich gelernt habe: Hunde müssen ihre Fitness und Kondition genauso aufbauen, wie wir Menschen auch! Und das geht nicht von heute auf morgen und sollte langsam angegangen werden.

Wie Lukas und ich zum Sport kamen

Fit sein mit Hund

Für Lukas und mich haben die Themen Sport und Ernährung schon immer eine große Rolle gespielt. Beide hatten wir schon einige Kilos mehr auf den Rippen und – was noch viel schlimmer ist – führten einen eher ungesunden Lebenstil, angefangen bei wenig Bewegung bis hin zu sich abends auf der Couch eine Tüte Chips oder eine Tafel Schokolade reinziehen. Das war einmal normal für uns. Heute ist es unvorstellbar.

Für jeden von uns ist ein anderer Grund ausschlaggebend gewesen, sich mit einem gesünderen Lebensstil auseinaderzusetzen. Für Luki war es damals das „Außer-Atem-sein“, wenn er den Zug noch erwischen musste, für mich war es ein unschönes Foto, welches mich wach rüttelte, endlich etwas zu tun. Und was ist es für dich? Die mittlerweile etwas zu eng sitzenden Jeans? Die Erkenntnis, dass man im letzten Wocheneinkauf schon wieder mehr Geld für Süßis ausgegeben hat als für Obst? Und welchen Grund hat dein Hund? Kann er vielleicht auf Grund seines Übergewichtes beim Spielen nicht mit den anderen Hunden mithalten? Oder soll er einfach einen fitten Lebensstil führen, um für eventuell im Alter auftretende Krankheiten vorzubeugen und das Risiko daran zu erkranken zu senken?

Der Mittelweg macht’s

So oder so – es gibt viele Gründe, sich für einen aktiven und gesunden Lebensstil zu entscheiden. Und damit meine ich mit Sicherheit nicht, nur Obst und Gemüse zu essen, auf Fast Food und Süßigkeiten zu verzichten und jeden Tag exzessiv Sport zu treiben! Sondern viel mehr einen gesunden Mittelweg zu finden, sich zu bewegen und vor allem Spaß an der Sache zu haben und sich einfach fit und gesund zu fühlen.
Denn dieses Gefühl, diese Lebenseinstellung, wirkt sich auch positiv auf deinen Hund aus. Gemeinsame Aktivitäten und Erfolge stärken die Bindung. Und so haben Hund und Halter beide Freude an Bewegung!

Auf diesem Weg in ein fitteres Leben mit Hund möchte ich dich gerne begleiten und ein paar Tipps an die Hand geben, die wir in den lezten Jahren sammeln konnten. Dabei möchte ich auf Themen wie Sportarten und Ernährung eingehen, Motivationstipps und Trainingspläne geben und euch auch von unseren Erfahrungen berichten.

Den Spaß an der Sache nicht verlieren

Da mir das Thema Fitness mit Hund sehr am Herzen liegt, hoffe ich wirklich darauf, enige von euch für dieses Thema begeistern und motivieren zu können. Ich vermute zwar, dass es vielen Hundehaltern durch die täglichen Spaziergänge mit ihren Hunden eher nicht an Bewegung mangelt 😉 , vielleicht kann man aber doch noch ein bisschen mehr rausholen und Abwechslung im Alltag schaffen – wer weiß 🙂 .

Dabei wünsche ich dir viel Erfolg – und niemals vergessen: hab immer Spaß an allem, was du gemeinsam mit deinem Vierbeiner unternimmst! 🙂

Fit sein mit Hund

6 Comments

  1. Livi & Nelly sagt:

    Richtig tolle Serie! Ich jogge mit Livi zwischen 3 und 4 mal im Monat. Weil Livi sehr klein ist und die kleinen Fellnasen es häufig mit der Kniescheibe bekommen, darf ich vom Tierarzt aus nicht viel mehr mit ihr machen. Nebenbei machen wir auch noch Agility.

    LG Livi und Nelly

    • Kiki sagt:

      Vielen lieben Dank euch beiden! 🙂 wie schön, dass ihr das Joggen für euch entdeckt habt! ❤ Besonders schön finde ich es, dass du auch als Besitzerin eines kleinen Hundes Spaß am gemeinsamen Laufen gefunden hast. Weiter so!
      Und ganz liebe Grüße!

  2. Jasmin sagt:

    Oh Kiki!
    Ich bin ja so begeistert. Das hier wird wohl eine Serie ganz nach meinem Geschmack werden. Und bisher habe ich wenige Blogs mit solchen Beiträgen gesehen.
    Auf jedenfall bin ich jetzt schon total motiviert und aufgeregt!
    ich bin sehr gespannt was für Tipps noch noch von dir kommen werden!

    Übrigens finde ich deinen Blog einfach sehr hübsch, ansprechend und übersichtlich gestaltet. Du schreibst ganz tolle Beiträge mit Themen die mich interessieren.
    Definitiv einer meiner Favoritenblogs!

    LG

    Jasmin

    • Kiki sagt:

      Wow, danke für dieses tolle Kompliment! Das freut mich wirklich ganz, ganz doll, dass dir die Beitragsreihe und der Blog so gut gefallen! 🙂
      Am meisten freut es mich aber natürlich, dass ich dich etwas motivieren kann und bin selbst schon ganz gespannt, wie dir und Bailey das Joggen gefallen wird! Ich wünsche euch dabei auf jeden Fall ganz viel Spaß! 🙂

  3. Ich freue mich jetzt schon auf diese Serie! Wir haben im letzten Jahr mit dem joggen angefangen. Bei uns war es „leider“ umgekehrt. Während ich Mühe hatte durchzuhalten und die Runde zu Ende zu laufen, flitzte mein Hund ständig an mir vorbei und schaute mich oft mit einem Blick an, wie als wollte sie sagen: „Na geht das auch schneller? Du schläfst ja fast ein beim Laufen!“
    Aber das Problem haben wir auch oft beim Agility. Nali ist sehr flink und ich muss insgesamt mit allem schneller werden. Durch das joggen erhoffe ich mir, dass zum einen die Bindung noch stärker wird und zum anderen wir als Team fitter und besser werden!
    Mit dem joggen werden wir im Frühjahr wieder beginnen und hoffentlich 1x wöchentlich durchziehen!

    • Kiki sagt:

      Das freut mich sehr! 🙂 Hihi, ja andersherum kann es natürlich genauso passieren 😉 Aber es geht ja auch nicht nur um die Fitness, sondern um den gemeinsamen Spaß. Und die Bindung entsteht unter Anderem auch dadurch, dass der Hund lernt, sich beim Laufen an seinem Halter zu orientieren, sodass man auch wirklich gemeinsam laufen kann. Das ist noch mal ein ganz anderes Erlebnis, als wenn der Hund 10 Meter vor einem rennt! 🙂 Aber das wird die Nali mit Sicherheit schnell verstehen, so schlau wie sie ist, die kleine Maus :-).
      Es freut mich auf jeden Fall, dass ihr wieder gemeinsam laufen gehen wollt! Ich kann es auch kaum erwarten, bis der Frühling endlich wieder da ist und es heller und wärmer wird – denn dann macht das gemeinsame Laufen noch mehr Spaß!

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