Bildbearbeitung für Anfänger

22.04.2017

Heute werde ich mal ein Thema aufgreifen, welches etwas off-topic ist und nur indirekt mit den Themen zu tun hat, über die ich hier auf dem Blog üblicherweise spreche. Es geht um das Thema Bildbearbeitung.

Auch, wenn ich alles andere als eine professionelle Fotografin bin, verrate ich euch gerne meine Tipps und Tricks und nehme euch mit vom Fotografieren bis hin zur Veröffentlichung des Bildes auf Instagram.

Die richtige Ausrüstung

Ich bin der Meinung, dass man heutzutage schon sehr gute Fotos mit der Smartphone-Kamera erstellen kann. Ich besitze aktuelle das iPhone 7 Plus und das macht wirklich richtig gute Bilder! Im Regelfall fotografiere ich aber mit meiner Nikon D3100 SLR-Digitalkamera. Die Kamera ist schon etwas älter, für Anfänger meiner Meinung nach aber ganz gut geeignet. Ich komme als „Nicht-Profi“ jedenfalls ganz gut mit ihr klar 😊 .

Anfangs habe ich mit dem Kit-Objektiv fotografiert, welches im Set der Kamera enthalten war. Später habe ich mir dann ein besseres Objektiv mit einer Festbrennweite zugelegt und zwar das Nikon AF-S DX Nikkor 35mm 1:1,8G. Mit diesem Objektiv hatte ich es endlich geschafft, den gewünschten Effekt zu erzielen, den Hintergrund unscharf und das Objekt, das in den meisten Fällen natürlich Nala ist, scharf darzustellen. Dieser Effekt wird auch „Bokeh“ genannt.

Wie man richtig fotografiert

Bitte nehmt es mir nicht übel, wenn ich jetzt keinen Fachaufsatz über Blende, Verschlusszeit und ISO-Wert etc. halte. Dieser Artikel soll euch ja einen kleinen Einblick in die Bildbearbeitung und nicht in die Fotografie geben 😊 . Was ich euch aber als Tipp mit auf den Weg geben kann, ist: alles steht und fällt mit der Belichtung. Licht ist beim Fotografieren das A und O. Außerdem wirken lichthelle Bilder meiner Meinung nach immer gleich freundlicher und einladender als sehr dunkle. Zumindest hat es mich die Erfahrung gelehrt, dass dies sehr häufig auf die Hundefotografie zutrifft.

Erster Schritt: Bearbeitung in Adobe Lightroom

Ich bearbeite meine Bilder zuallererst immer mit Adobe Lightroom. Hier habt ihr die Möglichkeit, die Roh-Dateien aus der Kamera noch mal in Bezug auf Belichtung, Kontrast, Sättigung usw. nachzubessern. Ich zeige euch dies an einem Beispiel:

Im ersten Schritt passe ich die Belichtung an, da ich helle bis leicht überbelichtete Bilder im Moment sehr schön finde. Dazu schiebe ich einfach den Schieberegler an der rechten Seite im Menü weiter nach rechts.

Danach passe ich noch die Temperatur an (die macht das Bild etwas kälter, also blaustichiger, oder wärmer, also etwas gelbstichiger). Über Belichtung und Temperatur kann man schon richtig viel aus dem Bild herausholen! Oftmals passe ich auch noch die Lichter, Tiefen, Weiß und Schwarz an. Manchmal arbeite ich auch die Klarheit und Sättigung heraus oder korrigiere die Farbtöne im Bild, falls es mir zu blaustichig oder grünstichig etc. ist.

Und hier einmal der vorher-nachher-Vergleich nach der Bearbeitung in Adobe Lightroom.

Zweiter Schritt: Facetune

Die Anpassungen über Adobe Lightroom führe ich alle am PC durch. Anschließend lade ich das Bild auf mein Handy, wo es mit der Bildbearbeitung weitergeht.

Auf dem Display des Handys sieht das bearbeitete Foto meist noch mal etwas anders aus, als auf dem Bildschirm. Über Facetune arbeite ich mit dem „Details“-Werkzeug Nala’s Augen nach. Ich finde, sie hat so schöne tiefbraune Bernstein-Augen. Die möchte ich natürlich hervorheben. Das macht Nala irgendwie auch ein bisschen aus.

Facetune ist übrigens eine Bildbearbeitungs-/Retusche-App, die ihr im App-Store kaufen könnt. Mittlerweile gibt es zwei Varianten: eine kostenpflichtige, die alle Bearbeitungstools enthält. Die kostet dann einmalig 3,99€. Mittlerweile gibt es auch Facetune 2. Diese App kostet zwar nichts, ich kann mir aber vorstellen, dass sie mit In-App-Käufen verbunden ist. Ich arbeite jedenfalls mit der ersten Variante.

Dritter Schritt: VSCO

VSCO ist ebenfalls eine Bildbearbeitungs-App, die ihr über den App-Store beziehen könnt. Ich habe sie schon recht lange und bin mir nicht hundertprozentig sicher, aber ich glaube, sie ist kostenlos, da man In-App-Käufe tätigen kann. Bei VSCO könnt ihr noch mal Belichtung, Kontrast, Sättigung, Farbe usw. manuell anpassen. Das Besondere ist aber, dass es vorgefertigte Filter gibt. Die sind super toll und machen die App so beliebt. Super viele Blogger, vor allem Lifestyle- und Fashion-Blogger, arbeiten mit VSCO. Mein Lieblingsfilter ist der „A6“-Filter. Den benutze ich aktuell für jedes Bild. Einige Filter sind von Anfang an in der App verfügbar, andere Filter können für einen (geringen) Aufpreis gekauft werden. Die Reihe zum „A6“-Filter habe ich zum Beispiel gekauft. Da ich ihn aber täglich benutze, hat sich der Kauf für mich auf jeden Fall gelohnt. Wenn mir das Ergebnis nach der Benutzung des Filters nicht direkt gefällt, dann bessere ich manuell nach.

Tipps

Jetzt ist das Bild fertig bearbeitet und ich kann es so bei Instagram posten. Dazu wähle ich noch die passenden Hashtags aus und fertig! Da ich weiß, dass Nala’s Augen bei euch immer super gut ankommen, arbeite ich diese natürlich gerne heraus. Hat euer Hund auch Besonderheiten, die ihr hervorheben möchtet, dann könnt ihr dazu das Detail-Werkzeug in der Facetune-App benutzen. Wer sich etwas mit Photoshop auskennt, der kann sich das Geld für die Facetune-App aber auch sparen. Ich muss leider zugeben, dass ich einfach nur zu faul bin, um das Bild in Photoshop zu bearbeiten. Ich bin zwar gelernte Mediengestalterin, aber auf dem Handy geht es mir einfach sehr viel schneller 😉 . Falls aber doch jemand an Photoshop und Lightroom interessiert ist, kann man es hier für 11,89€ im Monat abonnieren.

Vorher-Nachher-Ergebnis

So, und hier seht ihr nun das fertige Bild im Vorher-Nachher-Vergleich:

Ich hoffe, ihr konntet einige Tipps für euch und eure Bildbearbeitung mitnehmen. Anfangs ist es vielleicht etwas anstrengend und dauert seine Zeit, bis man seinen eigenen Stil gefunden hat. Wenn man aber erst mal seinen eigenen Stil hat, funktioniert die Bildbearbeitung relativ zügig. Und wenn nicht, dann ist es auch nicht weiter tragisch, denn man soll ja auch Spaß daran haben 😊 .

10 Comments

  1. Hallo,

    wirklich ein super interessanter Beitrag! Ich mag es im Moment auch etwas überbelichtet! Obwohl ich finde, dass Nala so wunderschön ist, dass sie eigentlich gar keine Bearbeitung nötig hat 😉

    Liebe Grüße,

    Jenni

  2. Lisa sagt:

    Toller Blogbeitrag liebe Kiki 🙂
    Die Facetune App brauch ich auch unbedingt!

    Finde deine Bilder nämlich richtig bezaubernd und Nala’s Augen kommen einfach dadurch noch
    mehr zur Geltung. Finn hat auch so schöne Augen. Sami dagegen total dunkelbraune 🙂

    Freu mich auf Juni ihr Lieben <3
    Viele Grüße
    Dein blonder Zwilling 😀

    • Kiki sagt:

      Hi Lisa!
      Vielen, vielen Dank für dein positives Feedback! :-*
      Also für mich hat sich die App auf jeden Fall gelohnt! Sie ist meiner Meinung nach eine Investition wert.
      Wir freuen uns auch schon!
      Liebe Grüße und bis gleich beim Telefonieren 😉

      Kiki und Nala ❤️

  3. Marlena sagt:

    Moin Kiki,

    echt guter Beitrag. Bin zwar selber Grafikerin und das ist nix Neues für mich, aber ich finde gerade für den Laien hast du das echt super einfach beschrieben. 👏
    Du hast sowieso einen tollen Schreibstil und ich stöbere hier immer wieder gerne. 😊
    Weiter so! 👍

    Liebe Grüße,
    Marlena 🐾

    • Kiki sagt:

      Hallo liebe Marlena 🙂

      Vielen, vielen Dank! Sowas von einer Grafikerin zu hören, also von einer Frau „vom Fach“, ist natürlich immer besonders schön 😉 .
      Das freut mich, wenn du zwischendurch mal vorbeischaust 🙂 Danke für dein tolles Feedback und hoffentlich bist zum nächsten Mal.

      Ganz liebe Grüße,
      Kiki

  4. Christian sagt:

    Hallo Kiki ☺,

    wirklich klasse der Blogbeitrag! 😊 Ich finde es total interessant mal zu sehen wie andere ihre Bilder bearbeiten und weilman immer wieder noch was dazu lernen kannn ☺👍

    Schöne grüße von Nero 🐾 & Christian 😜

    • Kiki sagt:

      Hi Christian 🙂

      Vielen Dank für deinen tollen Kommentar! Das stimmt, ich schaue mir auch gerne immer wieder Tipps von anderen ab und versuche den eignen Workflow zu optimieren 🙂 Ich bin außerdem schon ganz gespannt auf all die Bilder, die von dir und Nero und natürlich von Penny noch folgen werden! Es macht total Spaß, dir dabei zuzusehen, wie du dir endlich deinen Traum erfüllen konntest! Das freut mich sehr für dich!

      Ganz liebe Grüße auch von Nala ❤️

  5. Verena sagt:

    Hallo liebe Kiki,

    ich finde Deinen Blogbeitrag sehr schön und interessant, da ich seit einiger Zeit auch mit Lightroom arbeite; vielen Dank für Deine Tipps! Außerdem hat Nala wirklich sehr schöne Augen. Ich persönlich finde manche Bilder etwas zu hell belichtet, sodass man tatsächlich nur ihre Augen sieht und den Rest kaum, aber das ist ja Geschmacksache und Dein Stil – ich mag die Bilder trotzdem sehr gerne 🙂

    Ganz liebe Grüße
    Verena

    PS: Deine ganze Seite ist übrigens toll und es macht Spaß zu stöbern! Weiter so!! 🙂

    • Kiki sagt:

      Hallo liebe Verena 🙂

      Vielen, vielen Dank für deine lieben Worte! Es freut mich sehr, dass dir der Beitrag und der Blog an sich gefallen 🙂 Was die „überbelichteten“ Bilder angeht hast du schon recht 😉 Ich mag es zwar gerne hell aber einige sind in der letzten Zeit wirklich stark aufgehellt worden. Danke für deine Kritik! Ich bin immer sehr an eurem Feedback interessiert.
      Hab eine schöne Woche, meine Liebe ❤️

      Ganz liebe Grüße,
      Kiki

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